DORY - ca. 8 jährige Liver Belton Hündin

Wie mag es einer Mutter wohl gehen, die als Gebärmaschine angeschafft wurde und dann sterben soll, weil sie ihre Welpen nicht lebend zur Welt bringen konnte? Man mag es sich gar nicht vorstellen, welch ein Gefühlschaos sie durchlebt hat. Sie wachte auf und konnte keinen Ihrer Welpen säugen, weil das einzig überlebende Hundebündel von ihrem Jäger mitgenommen wurde. 

Wie kann ein neugeborenes Hundebaby ohne sein Mutter aufwachsen? Ohne Wärme, Fürsorge und Muttermilch!

Wir hoffen, es hat wenigstens eine kleine Chance zu überleben ...

Wesensbeschreibung

DORY ist am 01.10.2022 ein wenig müde aber wohlbehalten im Setterland angekommen. Mit ihrem Freund KIERAN an hat sie sodann ihre neue Pflegestelle inspiziert und für gut gefunden. An Eingewöhnung war aber zunächst nicht zu denken. Denn am 02.10.2022 stand gleich das jährlich stattfindende Settertreffen auf dem Plan.

Nach kurzer Orientierung flitzte sie durch das ganze Areal und genoss es sichtlich, mit ihren Rasseverwandten zu spielen.

Die 1-stündige Autofahrt zurück wurde dann für ein Entspannungsnickerchen genutzt.


Widerristhöhe: 55cm

Gewicht: 22kg

Geschichten von der Pflegestelle

10.10.2022

DORY ist nun eine Woche im Setterland und lebt inzwischen allein im Haus mit ihren Pflegeeltern. Sie ist sehr anhänglich und sucht den Kontakt zu ihren Menschen. Im Haus agiert sie umsichtig und schläft viel. Spaziergänge liebt sie, jedoch keine langen. Dazu fehlt ihr noch ein wenig die Kondition. Aus diesem Grunde wird auch nicht an der Leine gezerrt. Allerdings hat sie ihren eigenen Kopf und möchte gerne „bestimmen“, wo es lang geht …. und zwar an die Orte, wo es vormals Vögel zu beobachten gab.

Obwohl sie vermutlich viel Negatives erlebt hat, ist sie allen Erwachsenen gegenüber aufgeschlossen und begrüßt alle Personen schwanzwedelnd. Tollenden Kindern und Hunden begegnet sie bislang eher zurückhaltend. Belebte Straßen und die vielen neuen Geräusche sind ihr suspekt. Aber daran wird gearbeitet.

Die Tierärztin ist zufrieden mit DORYs Gesundheitszustand. Neben einer Augenentzündung sowie dreckigen Ohren ist alles in Ordnung. Die entsprechenden Behandlungen laufen und sollten in 10 Tagen abgeschlossen sein. 

DORY würde sich bestimmt über ein ruhiges Für-Immer-Zuhause mit regelmäßigen Gassigängen ohne Hektik freuen.

23.10.2022

DORY macht bzgl. der Eingewöhnung im Setterland gute Fortschritte. An der Seite ihrer Menschen machen ihr die Alltagsgeräusche nichts mehr aus. Selbst an belebten Straßen läuft sie brav nebenher. Ansonsten schläft sie nach wie vor viel und auch die ganze Nacht durch. Sehr angenehm. Leichte Spielansätze sind erkennbar, doch sie kennt die Spielgeräte nicht. Aber das wird schon, wir bleiben dran.

Was uns auffällt: sie ist eine Setter-Dame mit guten Manieren. Beispiele gefällig? Sehr gerne!

- Wenn die Menschen essen, wird nicht am Tisch nach Futter gebettelt.

- Die Zubereitung ihrer Nahrung wird ruhig und unaufgeregt „überwacht“.

- Nach dem Servieren wartet sie geduldig, bis man den Raum verlassen hat, denn sie möchte ungestört dinieren.

- Angelehnte Türen werden natürlich nicht aufgestubst, das wäre ja schließlich nicht „Lady like“.

- Nasses, hohes Gras betritt sie nur, wenn ein Geschäft zu verrichten ist. Ansonsten bleibt sie lieber auf dem Asphalt.

- Gassi gehen bei Regen? Nur nach großer „menschlicher Überzeugungsarbeit“ möglich, aber dann bitte nur kurz. Anschl. Trockenrubbeln incl. Pfötchen säubern mit dem Handtuch ist für sie kein Problem.

DORY hat die Trennung von ihrem anfänglichen Begleiter, KIERAN, gut verarbeitet. Dennoch ist sie eine Hündin, die gerne Artgenossen um sich hat, die ihr Sicherheit geben und an denen sie sich orientieren kann. Eine Vermittlung als Zweithund oder in ein Rudel wünschen wir uns daher sehr für die kleine Zaubermaus.


Wir freuen uns auf viele schöne Geschichten von der Pflegestelle.